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Da weiß ich jetzt gar nicht genau wo ich eigentlich anfangen soll, denn es gibt viele Gründe durch die wir schlussendlich bei dieser Ernährungsform gelandet sind. Chronologisch gesehen war meine diagnostizierte Fruktosemalabsorption der erste Schritt zu einer Ernährungsumstellung. Wobei die Diagnose mich zunächst weiter weg von frischen Nahrungsmitteln, insbesondere Obst und Gemüse geführt hat. In dieser Zeit hatte ich massive Magen- und Darmkrämpfe nach dem Verzehr von so gut wie allen Obst- und sehr vielen Gemüsesorten, gefolgt von Durchfällen. Mir ging es echt dreckig und ich wusste wirklich nicht was da mit mir los war.

Also ging ich zum Gastroenterologen und dieser meldete mich nach den geschilderten Symptomen gleich für zwei Tests an: Fruktosemalabsorptionstest und Laktoseintoleranztest. Da der Fruktosetest als erstes schon positiv ausfiel und ich Milch in großen Mengen ohne Probleme vertrug war die Sache klar und ich total verwirrt.

vollwert

Was kann ich denn jetzt überhaupt noch essen??
Der Arzt empfahl mir zunächst für die Dauer von 6 Wochen eine fruktosefreie Diät zu machen um zu schauen, ob und wie sich meine Symptome verbessern würden. Danach sollte ich nach und nach austesten welche fruktosehaltigen Nahrungsmittel ich vertrug und in welchen Mengen. Daran hielt ich mich und die Symptome verschwanden. Leider hatte ich danach immer wieder Probleme mit bestimmten Nahrungsmitteln, die ich doch so liebe! Insbesondere Tomaten und alle Produkte aus Tomaten (Sauce, Ketchup, Mark) sowie nahezu alle Obstsorten konnte ich nur in winzigen Portionen zu mir nehmen um nicht wieder von Krämpfen geplagt zu werden. Ich entwickelte in der Zeit Kontaktallergien zu Latex und Vulkanisationsbeschleunigern (z.B. Gummi), wodurch ich Hautausschläge an den Händen bekam, die ich nur mit Cortisoncremes in Schach halten konnte. Zusätzlich dazu verschlimmerte sich mein Heuschnupfen auf Frühblüher und Gräser immer mehr und durch diverse Kreuzallergien zu Obst- und Gemüsesorten blieben mir schlussendlich nur noch die Banane und die Gurke die ich problemlos essen konnte.

MEIN GOTT, das muss man sich mal vorstellen!

Erschwerend kam dann noch dazu, dass bei Tobias eine Laktoseintoleranz festgestellt wurde. Stellt euch mal vor wie sehr uns das eingeschränkt hat, wenn wir für uns beide gekocht haben. Oder aber wir mussten getrennte Gerichte kochen. Laktosefreie Produkte gibt es ja, aber schonmal nach fruktosefreien Produkten geschaut? Laktasetabletten gibt es, aber für die Fruktosemalabsorption eben keine.

In der Zeit hatte ich immer das Gefühl von meinem Körpern ver***äppelt zu werden. Wie kann man bitte so lebensuntauglich sein und den Großteil der natürlichen Lebensmittel nicht vertragen? Häufig habe ich einfach trotzig reagiert und die Sachen eben doch gegessen. Leider habe ich dafür immer bezahlen müssen. Ebenso ging es auch Tobias, der zwar Laktasekapseln nehmen konnte um Milchprodukte besser zu vertragen, allerdings wirkten diese nicht immer zuverlässig und die Wirkung war nie richtig vorhersehbar. So lebten wir dann ernährungsmäßig ein paar Jährchen vor uns hin, aber richtig wohl haben wir uns damit nicht gefühlt. Bei Tobias traten dann immer häufiger Magen-/Darmschmerzen auf und ihm war fast jeden Morgen nach dem Aufstehen übel. Nach einer Magen- und Darmspiegelung hieß die Diagnose dann Reizdarmsyndrom. Auch nicht schön, aber damit muss man laut Ärzten halt leben. Stress eben minimieren und so, wisst ihr ja…

Weiter geht es dann in Teil 2!
Alles Liebe, fühlt euch wohl!
Eure Amelie

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