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Heute möchte ich euch erzählen was wir erlebt haben, als wir angefangen haben uns tiereiweißarm und somit ohne Fleisch zu ernähren. Viele von euch können sich sicherlich nicht vorstellen einfach so auf die meisten tierischen Produkte zu verzichten. Was isst man denn dann noch?

Warum überhaupt?

Hintergrund waren und sind unsere Allergien und Unverträglichkeiten (Heuschnupfen, diverse Kreuzallergien, Neurodermitis). Wir haben gelernt, dass denaturierte (durch Erhitzen veränderte) tierische Eiweiße das Immunsystem in unserem Körper so “alamieren”, dass es in ständiger Bereitschaft steht, eigentlich harmlose und wertvolle Substanzen zu bekämpfen. Da wir aber tierische Produkte, wie Fleisch, Milch, Käse usw. immer in erhitzter Form zu uns nehmen, enthalten sie nur noch denaturierte Eiweiße. Das bedeutet, dass unsere Allergien eigentlich durch den Konsum von Tiereiweiß verursacht werden! Genau hier haben wir aufgehorcht, denn bisher haben wir von der Schulmedizin immer nur Lösungen zur Symptombehandlung erhalten, nicht aber eine für die Ursachenbeseitigung. Diese Erkenntnis hat uns dazu bewegt einfach auszuprobieren was es mit unseren Beschwerden macht, wenn wir eine Zeit lang tierische Eiweiße meiden.

Was ist tiereiweißarm?

Genau hier fingen die Fragen bei uns an: Warum soll ich auf Fleisch, Käse und Milch verzichten wenn ich doch Butter, Sahne und saure Sahne essen darf? Hier lohnt es sich genauer auf die Nährwertangaben der Produkte zu schauen. 100 g Gouda zum Beispiel haben durchschnittlich 25 g tierisches Eiweiß, während 100 ml Sahne im Durchschnitt nur 2,5 g, also nur ein Zehntel des im Käse enthaltenen tierischen Eiweißes enthalten. Jetzt fragt ihr sicherlich warum soll ich dann auf Milch verzichten, wenn sie doch mit durchschnittlich 3,5 g nur leicht über dem Gehalt von Sahne liegt? Da kommt die Verzehrmenge mit ins Spiel. Sicherlich wird Milch in weit höheren Mengen verzehrt als Sahne und liefert dann eben auch höhere Mengen tierischen Eiweißes. Als wir diese Erklärungen verstanden hatten war es eigentlich sehr einfach:
– Sahne
– Butter
– saure Sahne, Creme fraiche in Maßen erlaubt! Der Rest eben nicht 🙂

In besonders schweren Fällen von Neurodermitis und hartnäckigen Ekzemen wird sogar empfohlen, ganz auf tierisches Eiweiß zu verzichten. Bei uns ist es so, dass wir uns häufig phasenweise vegan ernähren. Dies hat sich aber einfach so ergeben, weil wir einfach Hunger auf vegane Rezepte haben 🙂

Von Anfang an durchstarten

Als wir beschlossen hatten die tiereiweißarme Ernährung auszuprobieren sind wir direkt damit angefangen. Keine schleichende Eingewöhnung, kein mal einen Tag so mal einen Tag so. Sondern sofort Rezepte rausgesucht, dafür eingekauft und geschaut wie es uns damit geht.

Erste Eindrücke und danach

Wir haben zunächst gedacht, dass uns etwas fehlen würde. Aber so war es gar nicht! Die Wurst fehlte nicht, da wir morgens unser Frischkornmüsli mit etwas Sahne aßen, mittags und abends fehlte kein Fleisch da die gekochten vegetarischen (mit Butter; Sahne oder saurer Sahne) oder veganen Rezepte einfach sau lecker waren und Joghurt zwischendurch vermissten wir nicht weil wir viel Obst und Gemüse als Frischkost verputzten. So what? Irgendwie ging es doch zu einfach.

Wir horchten oft in uns hinein und mussten mit Erstaunen feststellen, dass wir auch nach Wochen noch keine Lust auf Fleisch verspürten. Es gab da auch keine Abneigung, aber es fehlte uns einfach nicht! Damit hatten wir echt nicht gerechnet und diese Erfahrung hat uns positiv geflasht.
Wir haben seitdem so viele neue wunderbare Rezepte für Brotaufstriche, Kuchen und Kekse ohne Eier, Hauptgerichte ohne Fleisch und Fisch, Saucen und Desserts gefunden und erfunden! Es war und ist kein Gefühl von Verzicht da, sondern nur von Dazugewinn.

veganer-salat

Und das allerbeste:

Unsere Allergien, Unverträglichkeiten und Ekzeme sind verschwunden! Echt – verschwunden! Meine Ekzeme an der Hand waren schon nach wenigen Tagen deutlich besser und nach 2 Wochen fast abgeheilt, die Kreuzallergien zu sämtlichen Obst und Gemüsesorten wurden sehr schnell immer schwächer, sodass ich bald schon alles wieder essen konnte wovon ich vorher starke allergische Reaktionen (dicke Lippen, Kratzen am Gaumen und im Hals, bis hin zu Niesattacken und Schlecht-Luft-bekommen) bekommen hatte. Ich muss seitdem keine Antihistaminika mehr nehmen, auch nicht in der Pollenflugzeit! Ebenso brauche ich keine Asthmasprays mehr (gegen allergisches Asthma).
Bei unserem Sohn zeigte sich auch schnell eine starke Verbesserung der Haut und der Neurodermitisherde, sodass diese bald komplett abgeheilt waren. Seitdem wir uns nun so ernähren, hat es keine akuten Schübe mehr bei ihm gegeben und wir mussten kein Cortison mehr cremen!!!
Über die durchweg positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit waren wir schlichtweg überrascht und hätten das vorher nie in diesem Ausmaß für möglich gehalten. Umso glücklicher und begeisterter sind wir, diese wirklich EINFACHE und gesunde Lösung für unser Problem gefunden zu haben!
vegan

Empfehlung von unserer Seite aus?

Ganz klares und lautes JA! Ihr oder eure Kinder quält euch mit Allergien und Unverträglichkeiten herum? Ihr habt von den Ärzten nur die Standardbehandlung von Cremes, Tabletten und Sprays bekommen? Dann macht es! Probiert es einfach aus und schaut wie es euch bekommt. Ihr könnt nichts verlieren – ihr könnt nur gewinnen!

Ich würde gerne von euren Erfahrungen oder euren Fragen hören! Schreibt uns doch einen Kommentar dazu!

Alles Liebe, fühlt euch wohl!
Eure Amelie

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