Seite wählen

Vollkorn ist gesund. Für Kinder, für Erwachsene, für Übergewichtige, für Gesunde und Kranke. Warum das so ist? Lest selbst:

Was genau ist Vollkorn eigentlich?

Das Getreidekorn setzt sich aus 3 Teilen zusammen. Aussen befindet sich die ballaststoffreiche Kleieschicht, darunter der stärkehaltige Mehlkörper und im Inneren der nährstoffreiche Keim. Vollkornprodukte heißen so, wenn alle diese drei Teile im Produkt enthalten sind. Sie müssen immer das Verhältnis von Kleie, Mehlkörper und Keim aufweisen, wie im ursprünglichen Korn.
Die sieben Vollkorngetreidearten sind Gerste, Hafer, Hirse, Mais, brauner Reis, Roggen und Weizen. Wobei es noch die Ursprungsarten des Weizens, Dinkel, Einkorn, Emmer und Kamut, gibt. Weitere sind beispielsweise Triticale (eine Kreuzung aus Roggen und Weizen), Grünkern (grüngeernteter gedarrter Dinkel) und die Pseudogetreidearten Buchweizen, Quinoa und Amaranth.

Was macht Vollkorn so gesund?

Vollkorn enthält wichtige Vitalstoffe und Ballaststoffe, die der Körper braucht. Bei weißen Auszugsmehlen, wie Typ 405 o.Ä. wurde das Korn geschält, sodass nur noch der stärkehaltige Mehlkörper vermahlen wurde. Die Nähr-und Ballaststoffe des Korns fehlen. So enthalten Vollkornmehl im Vergleich zu Auszugsmehlen zum Beispiel 78 % mehr Vitamin E, 87 % mehr Vitamin B1 und 88 % mehr Folsäure. Ebenso verhält es sich mit den Mineralien: Vollkornmehle enthalten beispielsweise 99 % mehr Magnesium, 72 % mehr Kalium und 73 % mehr Zink als Weißmehle. Vollkorn enthält so gut wie alle Nährstoffe, die der Mensch braucht. Der Proteingehalt liegt bei 7-13 % und ist für ein pflanzliches Lebensmittel als hoch anzusehen.
Zusätzlich enthalten Vollkornprodukte 3 mal mehr Ballaststoffe als Weißmehlprodukte.

Was genau bewirkt das für meine Gesundheit?

Der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralien deckt schon bei drei Vollkornportionen täglich den Bedarf des Körpers und beugt Nährstoffmangel bedingte Krankheiten vor. In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass der Verzehr von Vollkornprodukten Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt und das Risiko für die Entstehung von Typ-II-Diabetes senkt. Zurückzuführen ist dies auf niedrigere Blutcholesterinwerte und erhöhte Insulinsensitivität durch die Ernährung mit Vollkorn.
Ausserdem bewirkt der Vollkorn-Verzehr:
– ein geringeres Risiko für Karies
– verminderte Neigung zu Nierensteinen
– niedrigere Dickdarmkrebsrate
– Senkung des Blutfettspiegels
– günstiger Einfluss auf den Blutzuckerspiegel

Vollkorn

Vollkorn macht schlank!

Die Kohlenhydrate im Vollkorn sind langkettig und werden im Körper nur langsam abgebaut. Dies lässt den Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigen und bewirkt eine geringere Insulinausschüttung. Der Fettstoffwechsel wird so angekurbelt, was beim Abnehmen hilft! Zusätzlich bewirkt der hohe Ballaststoffanteil ein langanhaltendes Sättigungsgefühl was vor Heißhungerattacken schützt.

Was gibt es bei Vollkornprodukten zu beachten?

Leider ist es nicht immer so einfach auf den ersten Blick echte Vollkornprodukte zu erkennen. Eine kleine Richtschnur:
– Eine braune Farbe zeigt leider nicht immer den Vollkorngehalt an. Häufig wird hier mit Malzsirup und Zuckerkulör gefärbt.
– ganze Körner auf oder im Brot sind ebenso kein Hinweis auf ein Vollkornbrot.
– Ein hoher Ballaststoffanteil heißt auch nicht unbedingt, dass es sich bei dem Nahrungsmittel um ein Vollkornprodukt handelt. Hier kann auch nur Kleie hinzugefügt worden sein.
– Backschrot ist kein Vollkornschrot! Ein mit Schrotbrot ausgezeichnetes Brot ist kein Vollkornbrot! Teilweise wird es aber so ausgeschrieben.
Wichtig ist hier die Zutatenliste zu studieren und nach der Silbe „Voll“ zu suchen, denn „Voll“kornbrot oder „Voll“kornbrötchen müssen mindestens 90 % Vollkornerzeugnisse enthalten.

Ist Vollkorn auch für Kinder gesund?

Ganz klares Ja! Warum sollte es das auch nicht sein? Ebenso wie bei Erwachsenen hält es Kinder gesünder und schützt vor Übergewicht. Ein Frühstück mit Vollkorn liefert dem Gehirn konstante Energie und hilft Kindern sich über längere Zeit gut konzentrieren zu können. Die Mineralien und Vitamine unterstützen den Knochenwachstum und die Entwicklung. Ab der Beikosteinführung kann ein Brei mit feingeschrotenem Getreide, -grieß, Flocken oder pürierten Vollkornnudeln angeboten werden. Ganze Körner und rohes Getreide eignen sich allerdings noch nicht für Babys und sollten erst später in den Ernährungsplan aufgenommen werden.

Krankheiten vermeiden und heilen – Mangelerscheinungen vorbeugen – Gewicht verlieren – alles durch Vollkorn! Darum ist Vollkorn gesund! 🙂

Hat euch mein Artikel gefallen? Dann Daumen hoch und schreibt mir! Fehlen euch noch Informationen oder möchtet ihr etwas beitragen? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

Alles Liebe, fühlt euch wohl!
Eure Amelie

Malcare WordPress Security