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Grüner Smoothie oder was? 🙂

Heute möchte ich euch erzählen, wie wir unsere Jungs an die Beikost gewöhnt haben und was so auf den Tisch kam. Während meiner ersten Schwangerschaft habe ich schon viele Bücher zum Thema Stillen gelesen und für mich war klar, dass ich mindestens ein halbes Jahr vollstillen wollte. Glücklicherweise entpuppte sich unser Baby als ein Naturtalent unddie Stillzeit war für ihn und für mich eine sehr entspannte – was leider nicht immer so ist, das weiß ich auch. Das einzige was mich in der Zeit ein wenig stresste war, dass er eine kleine Raupe Nimmersatt war und ich maximal 2 Stunden zwischen den einzelnen Stillmahlzeiten hatte. Da er aber nachts dafür so gut wie von Anfang an durchschlief ist das eigentlich kaum der Rede wert!

Mit etwa 5 Monaten haben wir dann belustigt festgestellt dass unser Söhnchen uns beim Essen immer GENAU beobachtete – ja richtig fixierte und auch immer öfter nach unseren Tellern schnappte oder dem was darauf lag.

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Also haben wir überlegt mit welchem Brei wir starten wollten und entschieden uns für Zucchini. Da ich stark allergisch auf Möhren reagierte wollten wir damit nicht beginnen. Wir legten uns den Avent-Dampfgarer zu, gingen im Biomarkt einkaufen und bereiteten voll Vorfreude den allerersten Mittagsbrei für unseren Sohn zu!
Dieser war das Löffelablutschen schon gewohnt, da wir ihm manchmal einen zum drauf herumknabbern gaben, während er zahnte.

Das Mündchen ging auf, doch schon der erste Löffel wurde mit einem Bööööääärgh und verkniffenem Gesicht quittiert, also wurde wieder gestillt. Naja, aller Anfang ist schwer. Aber wir blieben am Ball und es dauerte nicht lange, da aß er schon eine gute Portion Zucchinibrei. Wir haben dann Schritt für Schritt kaltgepresstes Biorapsöl, Biokartoffelbrei, Biorindfleischbrei und etwas Biobirnensaft hinzugegeben und hatten so nach etwas über einem Monat den ersten vollständigen Brei eingeführt. Aß er von dem Brei nicht so gerne oder viel, bot ich ihm immer noch zusätzlich die Brust an. Bei den Mittagsmahlzeiten variierten wir dann die Kohlenhydrate (Kartoffel/Reisflocken), Fleisch und Fisch oder vegetarisch sowie das Gemüse und den Saft. Dazu muss ich sagen, dass wir bei jeder neuen Zutat erstmal schauten, wie sie ihm bekam. Die weiteren Breimahlzeiten folgten dann relativ rasch. Als nächsten haben wir den Abendbrei mit Biomilch, Alnatura Reisflocken, etwas Öl sowie ein wenig Obstbrei eingeführt. Dann folgte der Vormittags- und Nachmittagsbrei mit mehr Obstmus, in Wasser angerührte Biogetreideflocken und Öl. Mit 9 Monaten habe ich dann nur noch morgens und wenn es nötig war auch abends zum einschlafen gestillt. Doch bald schon hatte unser Sohnemann soviel Interesse an unserem Frühstück, dass er einfach bei uns mit aß: Vollkornbrot mit Butter, dazu Banane und Milch.
Das Abstillen geschah dann auch sehr bald danach, sodass er mit ca. 10 Monaten nur noch Brei oder unsere Mahlzeiten mampfte. Klappte alles Reibungslos 🙂

Einfach oder? Denkste!

Unser zweiter Sohn belehrte uns dann, dass es auch anders geht. Er war von Anfang an ein sehr unruhiges Stillkind, ließ oft die Brust los und schrie. Wand und krümmte sich bei jeder Stillmahlzeit und presste häufig seine kleinen Zehen so stark in meinen Bauch oder meine Oberschenkel, dass ich sogar blaue Flecken davon bekam. Ich war sehr oft ratlos, genervt und traurig. Zu der Zeit besuchte ich dann eine Stillberatung und setzte mich mit der LaLecheLiga in Verbindung. Dort erhielt ich Tipps, um eine entspanntere Stillzeit zu haben. Es stellte sich heraus, dass unser Sohn mit der Milchmenge, die teilweise aus meiner Brust schoss nicht zurecht kam. Also strich ich vor dem Anlegen immer etwas Milch aus und bevorzugte Stillpositionen in denen er in aufrechter Position quasi auf meinen Schoß saß. Das klappte dann besser und das Gezappel wurde weniger.

Der Beikoststart mit einem halben Jahr sollte auch mit Zucchinibrei starten. Allerdings machte unser Söhnchen nach dem ersten Löffel seinen Mund einfach nicht mehr auf. Ok, vielleicht noch zu früh dachten wir, also warten. Doch es wiederholte sich dann auch beim nächsten und übernächsten Versuch. Wir variierten das Gemüse, doch kein Erfolg. irgendwann wussten wir auch nicht mehr weiter, da nahmen wir aus dem Drogeriemarkt ein Gemüsegläschen von Alnatura mit. Was soll ich sagen? Es wurde restlos aufgelöffelt…. Wir wollten aber nicht schon monatelang lagernde Breiglässchen füttern! Also gaben wir uns nicht geschlagen und versuchten es weiter, leider mit nur sehr mäßigem Erfolg und doch immer öfter mit Alnaturaglässchen im Einkauf. Den Durchbruch hatten wir erst, als wir ihm einfach unser Essen vorsetzen und er dann mit knapp 10 Monaten einfach sehr weich gekochte Nudeln mit Butter aß. Wahrscheinlich wäre die Zeit für uns entspannter gewesen, wenn wir ihn einfach nach dem Prinzip Baby-led-weaning an das Essen herangeführt hätten, denn so ein absoluter Breifan wie unser erster Sohn war der zweite nun absolut nicht.

Ich glaube, dass es viele Wege gibt und verschiedene Kinder auch verschiedene Arten der Beikosteinführung benötigen. Der wichtigste Fokus sollte hier aber auf der Qualität, der Unbelastetheit und der frische der Lebensmittel liegen!
Die Breie unsere Kinder waren immer aus frischen Biolebensmitteln. Wie es dann allerdings dazu kam, dass sie doch konventionell angebautes und Fertiggerichte aßen werde ich das nächste Mal erzählen.

Wie handhabt ihr das mit euren Kleinen? Essen sie Brei oder doch lieber gedünstete Gemüsesticks?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Berichte!

Alles Liebe, fühlt euch wohl!
Eure Amelie

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