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Von Geburt an sind kleine Babys auf die süßliche Muttermilch geprägt, saures und bitteres lehnen sie strikt ab. Das ist auch sehr gut so denn die Natur hat dies so eingerichtet um sie vor giftigen Nahrungsmitteln zu schützen. Diese Vorliebe für süß schmeckende Nahrung bleibt auch noch stark im Kleinkind- und abgeschwächter im Kindesalter erhalten.
Allerdings bezieht sich Süße hier auf natürlich süß schmeckende Früchte wie reife Erdbeeren, Kirschen oder Orangen.

 

Zucker

Die heutigen Industrieprodukte zerstören das natürliche Süßempfinden – und zwar nachhaltig schon im Kleinkindalter! Selbst Babybreien werden Stoffe zur Süßung zugesetzt und sei dies nur in Form von aufkonzentriertem Fruchtmark. Es werden KINDERprodukte mit extra viel Süßungsmitteln angeboten und uns Eltern propagiert, dass dies das Non-plus-Ultra für die Ernährung unser Kleinen ist. Zusätzlich enthalten immer mehr Nahrungsmittel von denen man es nicht erwartet (Brot, Wurst, Müsli, Chips, Suppen, Gewürze uvm.) zugesetzten Zucker. Kinder erlernen so eine künstliche Süße, die mit natürlichen Lebensmitteln gar nicht erreicht werden kann. Die Schwelle des Süßempfindens steigt an und die Bereitschaft natürliche Lebensmittel zu essen sinkt, da sie im Vergleich einfach fad schmecken. Zucker liefert gerade bei Kindern den “schnellen Kick“, da er ungebremst in die Blutbahn aufgenommen wird und den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen lässt.

Doch ebenso schnell kommt der Absturz und das führt nicht selten zu Konzentrationsschwäche und Stimmungsschwankungen. Zucker kann neben seiner kariesfördernden Wirkung noch weitere schwerwiegende Folgen für den Organismus haben. Dazu gehören Diabetes, Übergewicht und damit verbunden hoher Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rücken- und Gelenkproblemen. Das alles schon bei Kindern?
Meist kann der kindliche Organismus noch ganz gut mit der ständigen Entgleisung des Stoffwechsels umgehen, doch häufig schon als Jugendlicher oder spätestens als junger Erwachsener zeigen sich die Folgen. Möglich ist dies in Form von einem verminderten Immunsystem, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Depressionen, Gallensteine, Asthma, Migräne, Arthrose oder Ekzemen.
Genau hier kann ich uns alle wiederfinden. Wie hier bereits erzählt, hatten wir davon so gut wie alles am eigenen Leib erfahren.
Hat man bereits als Kind das natürliche Süßempfinden verloren, ist es als Erwachsener nicht ganz so einfach sich von Zucker zu befreien und wieder natürliche Geschmäcker von Lebensmitteln zu genießen.

Doch es lohnt sich! Gerade in Bezug auf die gesundheitlichen Aspekte, aber auch weil es unseren Horizont öffnet für weitere natürliche, herrliche Geschmacksnuancen.
Dazu muss ich erwähnen, dass ich vor unserer Ernährungsumstellung Möhren- oder Gurkensticks geschmacklich einfach langweilig und eintönig fand. Jetzt habe ich das Gefühl viel feiner schmecken zu können und ich liebe es!
Es ist also keinesfalls vorprogrammiert und in Stein gemeißelt, dass man seine erlernte Zuckersucht nicht ablegen kann. Mit ein paar Tricks und Kniffen klappt es fast schon nebenher, auch bei euch!

Alles Liebe und fühlt euch wohl!
Eure Amelie

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